weniger ist mehr

weniger ist mehr

Wenige klare Regeln, die dann auch eingefordert werden. Ein Versuch einer Kurzanleitung

Habt Vertrauen in eure Kinder. Sie wissen oft schon recht gut was sie wollen und was sie gerade interessiert. Wartet ab und bleibt in der Beobachter Position. Im Besten Fall werdet ihr gar nicht gebraucht.


Bei gleich alten Kindern – wie es Zwillinge ja sind – ist ein gewisses Gerangel und sich ausprobieren ganz normal. Stellt euch vielleicht junge Hunde vor, die sich auch erproben wollen.
Bei uns war ein Zwilling dem anderen körperlich klar unterlegen. Um das Spielzeug nicht immer zu verlieren, entwickelte dieser Zwilling eine sehr erfolgreiche Technik, sich einfach immer wieder mit dem Rücken zu dem fordernden Zwilling zu drehen.


Das Kind, welches schon sprechen kann, sollte die Sprache auch einsetzen. Dann darf nicht mehr einfach das gewünschte Spielzeug einem anderen Kind weggerissen werden. Und auch das Kind, dem etwas weggenommen werden soll, muss sich mit Worten äußern und klar und bestimmt „NEIN“ sagen, wenn es etwas nicht abgeben möchte.
Als Erwachsener kann man versuchen, verbale Lösungsansätze zu geben: Jetzt hat Zwilling A das Auto und gleich, wenn A nicht mehr damit spielen möchte, wird Zwilling A das Auto Zwilling B geben. Zwilling B versucht man zum Warten zu motivieren: Gleich ist Zwilling A fertig mit dem Auto zu spielen, dann bekommst Du Zwilling B das Auto. Wird das Auto dann abgegeben, dieses Verhalten loben.


Bei einem echten Regelverstoß oder bei einer gefährlichen Situation muss sofort und konsequent eingeschritten werden. Eure Reaktion sollte so stark sein, dass das Kind sofort mit seinem Handeln aufhört. Eine anschließende Erklärung zu der heftigen Reaktion hilft dem Kind das Geschehene zu verstehen und zu begreifen. Es sind ja immer zwei Kleinkinder, wobei eines evtl. gar nicht mitbekommen hat, was der andere Zwilling gerade gemacht hat und evtl. nur eure heftige Reaktion erlebt.


Vermeidet ein „Dauerfeuer“ an Verboten und Nein – Sagen. Eure Stimme wird sonst gar nicht mehr wahrgenommen. Was ihr zu den Kindern sagt, sollte für eure Kinder wichtig sein. Dieser Grundsatz gilt natürlich auch umgekehrt.

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